FiveM Server ohne ESX oder QBCore: Warum ich auf eigene Systeme setze

FiveM Server Entwicklung ohne ESX oder QBCore

Wer einen FiveM Roleplay Server entwickelt, landet sehr schnell bei ESX oder QBCore. Beide Frameworks können viel Arbeit abnehmen. Für mein Projekt State-SA habe ich mich trotzdem für einen anderen Weg entschieden: eine eigene Codebasis mit selbst entwickelten Systemen.

Warum überhaupt ohne fertiges FiveM Framework?

Ein Framework liefert schnell Charakterverwaltung, Inventar, Jobs, Geldsysteme und viele Schnittstellen. Gleichzeitig übernimmt man damit Architekturentscheidungen und Abhängigkeiten, die später schwer auszutauschen sein können. Bei einem langfristigen Projekt möchte ich genau wissen, wie zentrale Systeme funktionieren und miteinander kommunizieren.

Eine eigene Basis gibt mir Kontrolle über Datenmodelle, Events, Berechtigungen und Schnittstellen. Neue Funktionen müssen nicht in die Struktur eines fremden Frameworks gezwängt werden.

Modular statt monolithisch

Meine FiveM-Architektur besteht aus getrennten Ressourcen für unterschiedliche Aufgaben. Kernsysteme, Charaktere, Administration, Voice, Economy, Businesses, Housing, Fahrzeuge und weitere Gameplay-Funktionen können dadurch klar voneinander getrennt entwickelt werden.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Ressourcen zu haben. Wichtig sind definierte Verantwortlichkeiten und stabile Schnittstellen zwischen den Modulen.

Die Vorteile einer eigenen FiveM Codebasis

  • Kontrolle: zentrale Abläufe und Datenstrukturen sind vollständig nachvollziehbar.
  • Wartbarkeit: Systeme können gezielt verändert werden, ohne auf Framework-Updates warten zu müssen.
  • Integration: Features lassen sich direkt aufeinander abstimmen.
  • Performance: unnötige Framework-Funktionen müssen gar nicht erst geladen werden.
  • Eigenständigkeit: Gameplay und technische Lösungen müssen nicht wie auf hunderten anderen Servern funktionieren.

Die Nachteile sollte man nicht unterschätzen

Eigene Entwicklung bedeutet deutlich mehr Arbeit. Grundfunktionen, die ein Framework sofort bereitstellt, müssen geplant, programmiert, getestet und langfristig gepflegt werden. Auch Migrationen und Kompatibilität liegen komplett in der eigenen Verantwortung.

Für ein kleines Projekt, das möglichst schnell online gehen soll, kann ein etabliertes Framework deshalb die bessere Wahl sein. Eine eigene Architektur lohnt sich besonders dann, wenn individuelle Systeme und langfristige Kontrolle wichtiger sind als ein schneller Start.

State-SA als laufendes FiveM-Projekt

Bei State-SA nutze ich diesen Ansatz praktisch. Das Projekt verbindet eigene Systeme für Roleplay, Economy, Businesses, Fahrzeuge und weitere Bereiche. Viele Erkenntnisse daraus werde ich künftig hier im Dev Log dokumentieren.

Mehr zu meinem Ansatz findest du auf der Themenseite FiveM Entwicklung. Meine öffentlichen Entwicklungsprojekte liegen auf git.pepe44.dev.

Fazit

ESX und QBCore sind nicht grundsätzlich schlecht. Für Projekte, die stark vom Standard abweichen sollen, kann eine eigene FiveM-Basis aber enorme Freiheit schaffen. Der Preis dafür ist zusätzliche Entwicklungs- und Wartungsarbeit. Für mich ist genau diese Kontrolle der entscheidende Vorteil.

Mehr zu meiner FiveM-Entwicklung

Eigenes FiveM Framework entwickeln · FiveM Performance optimieren · FiveM Übersicht